Ben Jusuf von Arabien.

Die Stadt Kairo

Bevölkerung: 16,5 Millionen zur "Rush Hour" zusätzlich ca. 2 Millionen
 
Kairo, die Hauptstadt Ägyptens und größte Stadt Afrikas, liegt im Delta des Nils. Die Region ist bereits seit Jahrtausenden besiedelt, erlangte aber erst zur Zeit der Herrschaft der islamischen Dynastie der Fatimiden Bedeutung. Sie gründeten im 10. Jahrhundert unweit der Siedlung Al Fustat, die heute als Alt-Kairo bezeichnet wird, die neue Stadt Kairo. Ihr arabischer Name al-Qahirah bedeutet "siegreich". Kairo gelangte durch seine Schlüsselrolle im

Gewürzhandel während des Mittelalters zu Ruhm. Dieser Blütezeit folgte jedoch eine Periode der Invasionen und des Verfalls nach der Eroberung durch die Osmanen, die erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beendet war. Direkt neben den arabischen Stadtvierteln mit ihrem labyrinthartigen Gewirr schmaler Gassen, ihren lebhaften Basaren und verstreut dazwischenliegenden Moscheen (insgesamt über 500 im gesamten Stadtgebiet) entstand ein moderner Stadtteil im europäischen Stil mit Luxushotels, breiten Straßen und Hochhäusern. Der enorme Bevölkerungszuwachs im 20. Jahrhundert ließ viele neue Vorstädte entstehen, die ungeregelt in alle Richtungen wuchern. Der Wohnungsbau in Kairo konnte mit dem immensen Bevölkerungswachstum nicht Schritt halten, und so leben viele Einwohner aus den ärmeren Bevölkerungsschichten in Übergangsbehausungen. Die Probleme, mit denen der städtische Ballungsraum zu kämpfen hat, können jedoch das kulturelle Leben und die herausragenden Bauwerke von Kairo nicht überschatten, zu denen auch die weltbekannte Sphinx und die Pyramiden zählen, die zu den Wahrzeichen der ägyptischen Hauptstadt gehören.
 

Ägyptens Flaggen

Ägyptens Flagge
National- und Handelsflagge
Flagge des Präsidenten
Präsidentenflagge
Marineflagge
Marineflagge

Medinet el-Faiyum

Die Provinzhauptstadt Medinet el-Faiyum im Zentrum des Faiyum-Beckens ist das einstige Krokodilopolis und spätere Arsinoä. Hier laufen alle Straßen, Kanäle und Eisenbahnschienen zusammen. Durch die Stadt fließen der Bahr Jusuf sowie acht Kanäle, so dass enthusiastische Besucher die Stadt als das ägyptische Venedig bezeichnet haben.

Die von bunten Märkten belebten Kaianlagen sind über Brücken verbunden. Riesige Räder aus Holz, die knarrend Wasser befördern (ein Vermächtnis der griechischen Siedler der Antike), sind die Hauptattraktion des Ortes. In El-Faiyum lebt eine Bastion des islamischen Fundamentalismus.
 
Ein ausgetrockneter See ?
Obwohl es so scheinen mag, ist das Faiyum-Becken keine Oase. es ist eine 18 000 qkm große Senke in der Libyschen Wüste, die durch den Bahr Jusuf (Josephsfluß), der über 400 km paralell zum Nil verläuft, gespeist wird.
Ursprünglich war das gesamte Becken ein See. Sein Erbe, der Karun-See, nimmt auf weniger als 215 qkm kaum ein Zehntel seiner ursprünglichen Ausdehnung vor Millionen Jahren ein. Vom Mittleren Reich an war der See nicht mehr mit dem Nil verbunden, der umgeleitet und kanalisiert worden war. Seine Fauna zeugt davon, dass er einmal ein Süßwassersee war. Durch eine permamente Verdunstung und die intensive Nutzung des Sees zur Bewässerung stieg der Salzgehalt des Wassers jedoch auf über drei Prozent an.
Während Griechen das Gewässer Moäris-See nannten, gaben die Ägypter ihm den Namen Pa Yom (<das Meer>), woraus sich der moderne Name der Provinz ableitet.
 
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