Ben Jusuf von Arabien.

Die Oase Farafra

Farafra mit seinem (einzigen) Ort Qasr el-Farafra liegt etwa 300 km westlich von Assiut. Die Oase ist mit etwa 2500 Einwohnern nur dünn besiedelt. Es lässt sich über eine frühere Besiedlung nichts genaues sagen, sie ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass sich diese Oase auf dem Karawanenweg befand. Außerdem finden sich hier noch Bauteile aus alten Monumenten.
 

Dakhla

Die Oase Dakhla besteht aus 14 Ortschaften. Der nördliche Horizont der Oase ist von einer Wand aus rosenfarbigen Stein abgesteckt. Felder voll Reis und Erdnüssen, Gärten mit Obstbäumen trotzen den Sanddünen zwischen Kharga und Farafara, eine Gegend von unbeschreiblicher natürlicher Schönheit. In der Hauptstadt Mut, benannt nach der antiken Göttin der Triade von Theben, befindet sich das Heimatmuseum, ein traditionelles Haus mit einem raffinierten hölzernen Kombinationsschloss. Tonfiguren zeigen verschiedene Aspekte lokaler Kultur und Familienlebens. Al-Kasr, etwa 35 km von Mut entfernt, war ursprünglich eine römische Siedlung, und wurde im Mittelalter

Hauptstadt der Oase. Die Altstadt ist ein einziges Labyrinth aus engen Gassen, gesäumt von Lehmhäusern mit feingeschnitzten Holzverzierungen. Sehenswert ist auch die Moschee aus der Ayoubidenzeit. Vom Dach der Madrasa aus dem zehnten Jahrhundert haben Sie einen bezaubernden Blick auf die Umgebung. Auf dem Rückweg nach Mut bietet sich ein Picknick am Bir Al-Gabal, einem von Palmen umgebenen Salzsee an.
Weitere Tagesausflüge von Mut aus sind die AI-Muzawaka Gräber aus dem 1. Jahrhundert, und das Deir El-Hagar, ein Tempel, der ursprünglich der Triade von Theben geweiht war, und später von den Römern neu errichtet wurde. Nach der Tempelbesichtigung können Sie ein Bad in den in der Nähe gelegenen heißen Schwefelquellen nehmen. Besuchen Sie auch die römischen Gräber in Baschendi, und versäumen Sie nicht einen Besuch der Teppichweberei, wo Teppiche mit Alltagsszenen aus dem Oasenleben gewoben werden. In dem in der Nähe gelegenen Dorf Balaat, einem wichtigen Handelsposten mit dem antiken Nubien graben Archäologen derzeit dutzende Mastabas aus der sechsten Dynastie aus.
 

Kharga

Kharga
Kharga war einst die vorletzte Station auf der "Strasse der Vierzig Tage", der berüchtigten Sklavenhandelsroute zwischen Nordafrika und dem tropischen Süden. Heute ist Kharga die größte der Oasen des Neuen Tals. ln der Hauptstadt wohnen etwa 60.000 Menschen, darunter über 1.000 Nubier, die nach dem Bau des Nasser Staudamms hier angesiedelt wurden.
Außerhalb des Stadtzentrums befindet sich der Hibistempel, der an der Stätte einer Siedlung der Perser und Ptolemäer errichtet wurde. Der Tempel aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. zählt zu den wenigen persischen Monumenten in Ägypten und ist gut erhalten. Falken und riesige Wandreliefs, die Darius bei der Begrüßung der ägyptischen Götter darstellen, zieren die Außenmauern des Tempels. Zehn Kilometer entfernt liegt die antike Nekropolis von Bagawat, mit 263 Lehmziegelkapellen, von denen einige koptische Wandmalereien aufweisen, darunter die Friedenskapelle mit Darstellungen Adams und Evas und der Arche Noah, und die Exoduskapelle, die die Verfolgung der Juden unter Leitung Moses durch pharaonische Truppen zeigt. Zu den pharaonischen Altertümern der Oase zählen der Al-Ghuwaytah Tempel aus dem Jahr 522 v. Chr., und der Amenebis Tempel.
Die Thermalquellen in den Dörfern Bulaq und Nasser sind berühmt wegen ihrer Temperaturen, die bis auf 43 Grad Celsius steigen. Das Wasser soll besonders bei Rheuma und Allergien heilend wirken. Weiter im Süden befindet sich die Oase Baris, die zweitgrößte Ortschaft Khargas. Kurz davor ist ein unvollendetes Wohnprojekt des Architekten Hassan Fathy im traditionellen nubischen Baustil. Die einheimische Bevölkerung weigerte sich, einzuziehen, wegen der Ähnlichkeit der Häuser zu Grabbauten. Zu den Altertümern zählt der Tempel von Dusch. Der Name ist von der antiken sudanesischer Hauptstadt. Kusch abgeleitet, die rege Handelsbeziehungen zu Ägypten pflegte. Archäologen graben derzeit die antike Stadt Kysis aus, zu der der Tempel gehörte. Ein feines Netzwerk deutet darauf hin, dass Kysis verlassen wurde, als die unterirdischen Wasserquellen versiegten. Wann das war, ist indes noch unklar.
 
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